Häufig unterschätzt: Dividenden als Gesamtrenditetreiber
Andreas Haitz | Keine Kommentare21.04.2026
Börsennotierte Unternehmen nutzen die Dividende gern als eine Art Aushängeschild, an dem
sich Qualität und Erfolg der Unternehmensführung ablesen lassen. Logische Folge: Kürzungen
werden möglichst vermieden und auf Großkrisenzeiten beschränkt, lieber wird Jahr für Jahr eine
Erhöhung verkündet, um die Shareholder zufriedenzustellen. So auch in der aktuellen
Dividendensaison: Die im STOXX Europe 600 vertretenen deutschen Konzerne werden ihre
Auszahlungen trotz Konjunkturflaute voraussichtlich um etwa 2 Milliarden auf circa 58
Milliarden Euro anheben. Insgesamt dürften die in diesem Index abgebildeten Unternehmen 454
Milliarden Euro ausschütten, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dividenden können damit einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite eines Portfolios liefern,
der von vielen Anlegern unterschätzt wird. So stammten 39 Prozent der durchschnittlichen
Jahresrenditen der MSCI-Europe-Titel in den letzten vier Jahrzehnten aus
Unternehmensausschüttungen. In der Region Asien-Pazifik waren es sogar 49 Prozent. Hinzu
kommt: Portfolios mit einem hohen Dividendenzahler-Anteil sind statistisch weniger
schwankungsanfällig.
